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Campingkocher – Outdoor-Schlemmen in der Natur

Campingkocher Der Campingkocher ist zweifelsohne eines der wichtigsten Utensilien im Outdoor-Urlaub. Ein gutes Essen bringt den müden Wanderer wieder zu Kräften und sorgt im Camp für eine gesellige Runde. So unterschiedlich wie die Einsatzbereiche sind, stellen sich dabei auch die Kocher dar. So ist beim Trekking ein einfaches Leichtgewicht gefragt, auf dem Dauerstellplatz darf es auch das ausladende Modell mit mehreren Kochplatten sein.
Besonderheiten
  • Verschiedene Brennstoffe
  • unterschiedliche Einsatzbereiche
  • Ein- und Mehrplattenkocher
  • abhängig vom Einsatzbereich

Campingkocher Test & Vergleich 2019

Top-Themen: Test 2019, Gas, Benzin, Holz

So vielfältig wie die Vorstellungen, die der Begriff Camping hervorruft, sind auch einzelne Campingkocher-Modelle: Von besonders leichten Gaskochern bis zum voluminösen Gasherd mit integrierter Grillplatte lässt sich alles unter dem Begriff zusammenfassen, was für das Kochen im Freien geeignet ist und mithilfe eines Brennstoffes funktioniert. Durch dessen Verbrennung wird Hitze zum Kochen erzeugt. Über der offenen Flamme ist dafür ein Gestell angebracht, auf dem du das Kochgeschirr platzierst.

Tipp: Eine Modelle verfügen zum Entzünden dabei über eine integrierte Piezozündung. Diese sorgt dafür, dass die Flamme elektrisch entfacht wird, ohne dass man ein Feuerzeug oder eine andere offene Flamme benötigt. Im Betrieb sorgt dann ein Drehregler für eine flexible Regulierung der Flammenhöhe.

Campingkocher gibt es in einer schier endlosen Zahl unterschiedlicher Varianten. Wer nicht weiß, was er eigentlich sucht, ist bei der Suche schnell überfordert. Dabei kommt es zuerst darauf an, dass du dir schon vorher Gedanken darüber machst, wo und wann du den Kocher einsetzen möchtest. Davon hängen dann Größe, Gewicht, mögliche Brennstoffe und die zusätzliche Ausstattung ab.

Das Material – entscheidend für Gewicht Stabilität

Edelstahl-Gehäuse sind besonders robust und pflegeleicht. Verfügt der Kocher über Grillplatten, empfiehlt sich für die einfache Reinigung eine Anti-Haftbeschichtung. Bei Brennaufsätzen für Gaskartuschen kommt hingegen ein Stahl zum Einsatz. Vorsicht geboten ist hingegen bei Kunststoffteilen, die im schlimmsten Fall schmelzen oder abbrechen.

Anzahl der Platten – Ein-Topf-Gerichte oder Menüs für mehrere Personen?

Während es beim Wandern oder dem Rucksack-Urlaub in der Regel auf ein möglichst geringes Gewicht ankommt und die Wahl damit wohl meist auf eine einflammige Lösung fällt, spielen Platz und Gewicht im Wohnmobil, bei den Zeltplatz-Ferien oder einem Familienurlaub weniger eine Rolle. Hier gilt es vielmehr oft, mehrere Personen in akzeptabler Zeit zu sättigen oder auch mal aufwendigere Menüs zu zaubern. Steht kein Camper mit vollwertigem Herd (Stove) zur Verfügung, ist hier ein Mehrfachkocher, der Platz für gleich mehrere Töpfe bietet, definitiv die bessere Wahl. Viele günstige Modelle sind hier 2-flammig.

Dies sind meistens Gaskocher, die sich entweder mit den handelsüblichen Gasflaschen oder mit speziellen Flüssiggasflaschen von Primus oder Campingaz betreiben lassen. Letztere benötigen einen separaten Adapter, damit du sie mit Butangasflaschen betreiben kannst.

Daneben gibt es auch einflammige Kocher, die sich für größere Töpfe eignen. Sind Gaskocher mit Kartusche in der Regel nicht sonderlich kippstabil, verfügen Modelle mit externer Brennstoffzufuhr über eine größere Grundfläche und einen niedrigeren Schwerpunkt, der die Stabilität erhöht. Auch spezielle Hockerkocher mit Gasbrenner eignen sich hervorragend für den Einsatz von Woks und anderen großen Töpfen.

Ausstattung und Zubehör – Kochen bei Wind und Wetter

Geräteunabhängig gibt es einige Accessoires, die das Outdoor-Kocherlebnis noch effizienter gestalten. Einige Modelle verfügen über einen integrierten Windschutz, der die Kochplatten auch seitlich abschirmt. Bläst kein Wind durch das Gerät, der die Wärme wegträgt, bevor sie am Topf ankommt, steigt die Brennleistung deutlich an – deine Speisen sind merklich schneller gar. Für einfache Gaskartuschen gibt es handliche Modelle, die kaum Platz in der Ausrüstung einnehmen und locker in Rucksäcke passen.

Auch eine abnehmbare Grillplatte gehört bei einigen Modellen zur Ausstattung; andere verfügen über einen integrierten Toaster (z. B. Campingaz 2-Flammkocher 400-SG). Daneben gibt es Hitzereflektoren, mit denen du beispielsweise nicht nur den umliegenden Boden schützt, sondern gleichzeitig Energie sparst, da ein Teil der Hitze Richtung Topf reflektiert wird.

Insgesamt entscheidend für die Leistung des Kochers ist die Wattanzahl. Während günstige Mehrfachkocher mit ca. 1.400 Watt ins Feld ziehen, bieten Hochleistungsgeräte mehr als 3.300 Watt. Klar, dass sich das im Kaufpreis niederschlägt. Dafür musst du hier nur etwa drei Minuten warten, bis ein Liter Wasser kocht. Das spart auf Dauer kostbaren Brennstoff, der den Kaufpreis wieder wettmacht.

Das passende Kochgeschirr

Welches Geschirr sich am besten zum Kochen eignet, hängt ebenfalls vom Einsatzbereich ab. Einige Campingkocher gibt es als Set mit dem passenden Geschirr, bei anderen kaufst du Töpfe und Pfannen separat. Daneben gibt es speziell für den Campingeinsatz entwickelte Formen zum Brotbacken, für Pizza oder Aufläufe. Die Firma Petromax bietet zudem eine Vielzahl gusseiserner Töpfe an, mit denen du sogar im Lagerfeuer kochen kannst.

Als Materialien stehen verschiedene Metalle zur Verfügung. Beim Wandern und anderen Aktivitäten, bei denen das Gewicht eine entscheidende Rolle spielt, ist die Verwendung von Aluminium empfehlenswert. Aluminium ist preiswert in der Anschaffung, hat jedoch den Nachteil, dass es bei einigen Gerichten zu einer Reaktion mit dem Geschirr kommt und ein metallischer Geschmack entsteht. Dies lässt sich durch die Verwendung von speziell beschichtetem Aluminium vermeiden.

Alternativen bieten Flachstahl, Edelstahl oder Titan. Edelstahl ist besonders robust, dafür jedoch einiges schwerer als Aluminium. Titan hingegen ist leicht und robust, in der Anschaffung jedoch relativ teuer. Auch hier gilt es, sorgsam abzuwägen, was du tatsächlich brauchst.

Kaufkriterien von Campingkochern

Welcher Kocher sich am besten für die nächste Reise eignet, hängt von mehreren Kriterien ab. Grundsätzlich lässt sich als Richtschnur festhalten:

  • Bergtouren: Esbitkocher oder Benzinkocher, da die Temperaturen unter 0 fallen können und Gas- und Spirituskocher hier versagen.
  • Trekkingtouren, Radtouren, Camping oder Klettern: Gaskocher oder Esbitkocher – aufgrund des geringen Gewichts
  • Dauer- und Wohnmobil-Camper: Gaskocher oder massive Spirituskocher
  • Radtouren, Trekking, Backpackingtouren mit Komfort beim Tragen: Spirituskocher
  • Weltreisen: Mehrstoffkocher, Benzinkocher

Steht der Einsatzbereich fest, spielen folgende Kriterien beim Vergleich potenzieller Modelle eine Rolle:

KaufkriterienHinweise
Leistung
  • Brennstoff
  • Verbrauch
  • Siedezeit für 1 Liter Wasser
Größe
  • Anzahl der Platten
  • Gewicht
Einsatzbereich
  • Standfestigkeit
  • Extra-Ausstattung und Funktionen
  • Gewicht und Größe
  • Brennstoff
  • Anzahl der Platten
  • Umgebungstemperatur

Brennstoffe – nicht jeder eignet sich bei Extrembedingungen

Campingkocher gibt es mit verschiedenen Brennstoffen. Der Klassiker für Wanderer und Festivalbesucher sind zweifelsohne die einfachen Gaskartuschen. Doch ist auch der Betrieb mit Benzin, Esbit oder Spiritus verbreitet.

Gaskocher – die Klassiker unter den Campingkochern

Gaskartuschen gibt es mit vier unterschiedlichen Aufsatzsystemen:

  • Stechkartuschen
  • Schraub-Ventilkartuschen (Schraubkartuschen)
  • Bajonett-Ventilkartuschen (Easy-Click)
  • MSF1a-Ventilkartuschen
Tipp: Achte beim Kauf darauf, ob dein Brenner über ein Schraub- oder Stecksystem verfügt, da die Arten untereinander nicht kompatibel sind. Alternativ schaffe dir einen Adapter an. Denn wohl nichts wäre ärgerlicher, als in der Wildnis festzustellen, dass die Ersatzkartusche nicht passt.

Gaskocher in Wohnmobilen und beim Camperurlaub

Für den Betrieb in einem Campingbus eignen sich Gaskartuschen mit Ventil (CP 250) mit 227g Iso-Butan-Gas. Im Gegensatz zu einer fest verbauten Kochstelle und/oder dem Betrieb einer Gasflasche (R 907, 904 und 901) mit Schlauch und Druckregler ist hier keine Gasprüfung erforderlich und der Kocher kann bei schönem Wetter auch außerhalb des Busses zum Einsatz kommen.

Möchtest du selbst eine Flasche inklusive einem passenden Gasregler kaufen, spielt die Angabe mbar auf dem Gaskocher eine Rolle. Diese gibt an, mit welchem Druck das Gerät arbeitet – in Deutschland für gewöhnlich 50 mbar, in Italien, Frankreich oder den USA oftmals 30 mbar. Die Komponenten müssen aufeinander abgestimmt sein.

Die Kosten von Gaskartuschen und -flaschen

Die Kosten für MSF1a-Kartuschen belaufen sich auf ca. ein bis zwei Euro für 230 g. Etwas teurer sind Schraubkartuschen, die mit etwa 6 Euro für 100 g zu Buche schlagen. Erhältlich sind Kocher und Kartuschen neben Outdoor-Geschäften auch in vielen Kaufhäusern, Bau- und Supermärkten. Baumärkte befüllen Gasflaschen ab etwa 1,70 Euro/kg wieder, wobei bei der erstmaligen Anschaffung eine Pfandgebühr ab 30 Euro anfällt.

Lebensdauer von Gaskartuschen

Wie lange die Kartusche letztlich hält, hängt von zahlreichen Faktoren wie Umgebungstemperatur, Höhenmetern und Windstärke ab. Dabei nimmt mit anhaltendem Verbrauch der Druck in der Kartusche ab, die Flamme wird kleiner und die Kochzeit verlängert sich. So sind die Herstellerangaben, wie lange es dauert, um einen Liter Wasser zum Kochen zu bringen, mit Vorsicht zu genießen.

Tipp: Für den Einsatz von Gaskochern im Winter gibt es ein spezielles Wintergas, bei dem nicht der klassische Butan-Propan-Mix sondern Isobutan zum Einsatz kommt, was sich bei kalten Temperaturen positiv auf die Lebensdauer auswirkt.

Spirituskocher – wartungsfrei und einfach in der Handhabung

Eine Alternative zum Gas ist Spiritus. Der Brennstoff ist weltweit fast in jedem Drogeriemarkt oder Apotheke verfügbar. Falls das mal nicht der Fall sein sollte, ist mindestens 70%-iger Alkohol eine weitere Option für den Betrieb. Trotz des vergleichsweise schlechteren Brennwertes als bei Benzin oder Gas reicht ein Liter Spiritus bei zwei Kochvorgängen von zwei Personen täglich für etwa eine Woche. Bei allzu kalten Temperaturen kann es allerdings vorkommen, dass sich Spiritus schwer entzünden lässt. Hier hilft es, den Spiritus vorher unter der Kleidung zu tragen und zu wärmen.

Neben den kleinen und kompakten Spirituskochern für den Zelturlaub – der Trangia gilt hier als unangefochtener Klassiker – gibt es größere Modelle, die vor allem für Boote und Campingbusse geeignet sind. Diese ein- oder zweiflammigen Spirituskocher zeichnen sich durch eine hohe Standfestigkeit aus. Ein optionaler zusätzlicher Windschutz ermöglicht das Kochen auch unter widrigen Wetterbedingungen. Und sollte der mal nicht ausreichen: Durch das rückstandsfreie Verbrennen kannst du den Kocher auch ganz einfach im Camper nutzen.

Benzinkocher – recht kompakt aber umständliche Reinigung

Benzinkocher lassen sich theoretisch mit Benzin von jeder Tankstelle betreiben – das macht sie vor allem für Weltenbummler zu einem beliebten Accessoire. In der Praxis besteht allerdings die Gefahr, dass die Brennerdüsen durch die Verunreinigungen leicht verstopfen, sodass sich eher Reinbenzin für den Betrieb empfiehlt. Auch ist die Reinigung von Benzinkochern grundsätzlich umständlicher.

Wer bei sehr kalten Temperaturen kochen möchte, ist mit dem Benzinkocher gut beraten. Auch hier gibt es sowohl kompakte Modelle für den Survival-Urlaub in der Wildnis als auch größere Varianten, die sich gut als Kochvariante im Campingbus machen. Vorteilhaft ist bei diesen Modellen die Unempfindlichkeit gegen Wind und die hohe Standfestigkeit. Allerdings beschränkt sich der Betrieb auf draußen, da sich beim Verbrennen ungesunde Dämpfe bilden können.

Mehrstoffkocher – ein Höchstmaß an Flexibilität

Wer die Vorteile größtmöglicher Flexibilität genießen möchte, schafft sich am besten einen Mehrstoffkocher an. Optisch gleichen die Geräte einem Gaskocher mit externer Zuleitung, haben jedoch den geringen Unterschied, dass als Brennstoff Benzin, Petroleum, Diesel oder Gas in Frage kommen. Damit ist die Brennstoff-Versorgung quasi überall auf der Welt sichergestellt.

Hobokocher und Holzvergaser – kein Brennstoffvorrat nötig

Ähnlich große Flexibilität wie Mehrstoffkocher für den Trek durch die Wildnis bieten Hobokocher, die sich praktisch mit allem betreiben lassen, was die Natur bietet – kleine Äste, Laub und morsches Holz. Dabei stellt vor allem der BioLite Campstove eine echte Innovation dar. Der Holzkocher verfügt über einen zusätzlichen Akku, der sich beim Kochen auflädt und mit dem du über einen USB-Anschluss dein Mobiltelefon laden kannst. Das lohnt sich allerdings nur für den Langzeitaufenthalt in der Wildnis – ansonsten reichen ein günstiger Kocher und eine Powerbank sicherlich aus.

Esbit-Kocher – echte Leichtgewichte mit flexiblen Brennstoffen

Esbit-Kocher arbeiten mit dem gleichlautenden Trockenbrennstoff, den fast jeder von den Warmhalteplatten bei Buffets kennen dürfte. Die Geräte zeichnen sich vor allem durch ihre kompakte Bauweise und das geringe Gewicht aus, was sie zum idealen Begleiter bei mehrtägigen Wandertouren macht. Im Gegensatz zu Gaskochern haben die Modelle dabei den Vorteil, dass ihre Funktion auch bei reichlich Höhenmetern nicht eingeschränkt ist. Ebenfalls als positiv hervorzuheben ist bei den Kochern die Möglichkeit, die Geräte alternativ mit Holz zu betreiben, wenn die Brennpaste mal ausgehen sollte.

Da für alle flüssigen und gasförmigen Brennstoffe ein Verbot bei der Mitnahme im Flugzeug gilt und Tanks restlos entleert sein müssen, eignen sich Hobo- und Esbitkocher als einzige Varianten für den Transport im Flugzeug..

Vor- und Nachteile verschiedener Campingkocher

Jeder Kocher verfügt über seine eigenen Vor- und Nachteile, die die Einsatzbereiche jeweils einschränken. Bei den Hobo- und Esbitkocher kommt hinzu, dass diese lediglich als einflammige Kompaktmodelle erhältlich sind, wohingegen die anderen Brennstoffarten sowohl in handlichen Varianten für unterwegs als auch in schwerer Ausführung für den Betrieb am Camper erhältlich sind.

Spiritus

VorteileNachteile
  • wartungsarm
  • geringe Geruchs- und Rußbildung
  • lautloser Brennvorgang
  • einfache Bedienung
  • flexibel einsetzbar
  • Brennstoff fast überall erhältlich
  • relativ sturmsicher
  • günstig in der Anschaffung
  • geringere Heizleistung
  • bei Kälte etwas schwerer entzündlich
  • Regulierung der Flamme erfordert etwas Übung
  • Während des Kochens kein Nachfüllen möglich

Mehrstoffkocher

VorteileNachteile
  • auch für große Kälte geeignet
  • Brennstoffe sind quasi überall erhältlich
  • Vorsicht bei Diesel und Petroleum (Rußentwicklung)
  • etwas komplexer in der Bedienung
  • lautes Betriebsgeräusch
  • teuer in der Anschaffung

Gas

VorteileNachteile
  • geruchsfrei
  • leiser Betrieb
  • wartungsfrei
  • gute Regulierung der Flammenhöhe
  • schnell einsatzbereit
  • geringes Gewicht und Packmaß
  • Hoher Brennwert
  • Piezozünder, Gasdruckminderer und die Zündsicherung sorgen für Sicherheit
  • leere Kartuschen verursachen Müll
  • geringere Leistung bei Minusgraden oder in der Höhe
  • eventuell nicht standsicher
  • Nachschub ist nicht überall erhältlich

Benzin

VorteileNachteile
  • starke Brennleistung
  • laut
  • etwas komplizierter im Handling
  • regelmäßige Wartung / Säuberung
  • Vorlaufzeit

Esbitkocher

VorteileNachteile
  • geringes Gewicht, kompakte Bauweise
  • günstiger Brennstoff
  • bei Mangel an Brennstoff-Tabletten auch Holzbetrieb möglich
  • geringe Heizleistung
  • starkes Rußen
  • beim Verbrennen entsteht Blausäure, nur draußen nutzen

Hobokocher

VorteileNachteile
  • für alle Brennstoffe aus der Natur geeignet
  • kein Brennstoff muss mitgeführt werden
  • ultraleicht
  • bei Dauerregen Mangel an Brennstoff
  • Betrieb ist nicht überall möglich (Brandschutz)

Tipps zum Umgang mit dem Campingkocher

Der Umgang mit dem Campingkocher unterschiedet sich im Wesentlichen kaum vom heimischen Kochen. Dennoch gibt es einige Tipps, die dir den Betrieb erleichtern. Bist du dir über die potenziellen Gefahren bewusst, kannst du hier besondere Vorsicht walten lassen und Unfälle vermeiden.

Die Inbetriebnahme von Campingkochern – erst zusammenbauen

Die klassischen Gaskocher sind einfach in der Handhabung: Brennaufsatz und Kartusche zusammenstecken oder -schrauben, Gaszufuhr aufdrehen, entflammen und schon kann es losgehen. Über die Stellschraube lässt sich die Intensität der Flamme fein regulieren. Doch Vorsicht: Wer einen Gaskocher sein eigen nennt, darf keinesfalls selbstständig Arbeiten oder Reparaturen vornehmen. Das Herumwerken an Gaskochern, -flaschen und -kartuschen bleibt ausschließlich Fachleuten mit entsprechender Lizenz vorbehalten. Die Geräte selbst benötigen eine Zulassungsnummer, die bei einem Eingriff in die Geräte ungültig wird und der weitere Betrieb damit untersagt ist.

Ähnlich simpel verhält sich die Inbetriebnahme von Spirituskochern. Hier füllst du einfach Spiritus in den dafür vorgesehenen Behälter, entzündest die Flamme und schon kann das Kocherlebnis beginnen. Lediglich die Feinjustierung der Flammenhöhe gestaltet sich hier etwas komplizierter als bei einem Gaskocher.

Das Handling von Multifuel-Geräten und Benzinkochern ist hingegen schon etwas schwieriger. Bergzeit hat eine Anleitung für die Inbetriebnahme dieser Varianten erstellt, die du hier nachlesen kannst: https://www.bergzeit.de/magazin/benzinkocher-anleitung-multifuel-kocher/.

Die perfekte Reinigung – relativ einfach

Die Reinigung von Gas- und Spirituskochern ist relativ problemlos möglich. Bei Benzinkochern hingegen sollte man nach jedem Gebrauch Düse und Schläuche reinigen, um Verstopfungen zu vermeiden. Lag dem Kauf keine hierfür geeignete spezielle Reinigungsnadel bei, kann dich der Hersteller sicherlich über entsprechende Reinigungsutensilien informieren.

Den größten Reinigungsaufwand bringt ein Holzkocher mit sich. Um eine Verteilung von Ruß und Schmutz im Rucksack zwischen der Bekleidung zu vermeiden, ist hier nach jedem Gebrauch eine gründliche Reinigung notwendig.

Tipp: Cola ist ein hervorragender Reiniger für Campingkocher. Brennstoffreste lassen sich im Handumdrehen beseitigen und unangenehme Gerüche neutralisieren.

Die wichtigsten Hersteller von Campingkochern

Bei den Herstellern dominieren europäische Traditionsunternehmen, die sich seit vielen Jahrzehnten durch ihre Expertise und innovative Produkte am Markt auszeichnen konnten. Mit dem deutlich größten Sortiment kann dabei der schwedische Hersteller Primus aufwarten.

HerstellerBesonderheiten
Campingaz
  • französischer Hersteller (früher Camping Gaz) mit mehr als 65-jähriger Tradition
  • spezialisiert auf Gasbehälter
  • Easy-Clic-System, ab 30 Euro
  • Gaskocher und Kochgeschirr
Primus
  • schwedischer Hersteller
  • Markenqualität seit 125 Jahren
  • Nachhaltigkeit im Produktionsprozess
  • mehr als 70 Kocher im Sortiment
  • jede Preisklasse ist vertreten
Coleman
  • Hersteller mit 100-jähriger Expertise
  • einfache Bedienung und Strapazierfähigkeit
  • verlässliche Leistung
  • Benzin- und Gaskocher
  • ab 30 Euro

Weitere Hersteller

  • Obi
  • Enders
  • esbit
  • Brunner
  • Trangia
  • Berger
  • Highlander
  • Tatonka
  • Outwell
  • Kochmann
  • Lixada

Die 4 beliebtesten Modelle

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Varianten von Campingkochern. Wir stellen dir im Folgenden einfache Gaskocher im Koffer vor, die sich ganz besonders für den Zelturlaub oder den Festivalbesuch eignen.

Campingaz Campingkocher

( Rezensionen)
Campingaz Campingkocher

Besonderheiten

  • Basis-Gaskocher mit Kunststoffgehäuse
  • Stechkartusche
  • 1,25 kW
  • robuste Topfträger
  • geringes Gewicht
Der Gaskocher von Campingaz gilt als Klassiker unter den einfachen Modellen mit Kartusche. Der glockenförmige Fuß bietet dabei ein zusätzliches Maß an Standfestigkeit, die Gaszufuhr ist mit dem Regler stufenlos regulierbar. Dank seines geringen Gewichts eignet sich der Kocher insbesondere auch für den gewichtsbewussten Wanderer. Kunden schätzen hier vor allem die lange Betriebsdauer einer Kartusche, das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis und die robuste Qualität.
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Kochmann Gaskocher + Koffer + 4 Gaskartuschen

( Rezensionen)
Kochmann Gaskocher + Koffer + 4 Gaskartuschen

Besonderheiten

  • Ganzmetallgehäuse mit großer Topfstellfläche
  • 2,2 kW
  • Transportkoffer
  • inkl. 4 Kartuschen
  • einfache Bedienung
Kunden schätzen an diesem Modell neben dem günstigen Preis vor allem den sparsamen Verbrauch sowie den sicheren Stand von Töpfen und Pfannen auf der Kochfläche. Die integrierte Anzündautomatik macht das Hantieren mit Feuerzeugen überflüssig und sorgt für einen sicheren Betrieb. Der mitgelieferte Transportkoffer sorgt für einen sicheren Transfer zum Zielort – bei Kunden vorwiegend Festivals und Campingurlaube. Insgesamt macht das Gerät überall dort eine gute Figur, wo es beim Transport nicht auf möglichst wenig Gewicht ankommt und gleichzeitig ein standfester Kocher zum Aufwärmen von Speisen gefragt ist.
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Kochmann Gaskocher mit Tragekoffer + 8 Gaskartuschen

( Rezensionen)
Kochmann Gaskocher mit Tragekoffer + 8 Gaskartuschen

Besonderheiten

  • 2,2 kW
  • inkl. 8 Original-Patronen
  • einfache Bedienung
  • verschiedene Farbvarianten
  • Anzündautomatik und Windschutz
Das Gerät von Kochmann überzeugt insbesondere durch seinen günstigen Preis. Die mitgelieferten Kartuschen sorgen dafür, dass sich zahlreiche Gerichte erwärmen lassen und auch der morgendliche Kaffee gerettet ist. Aufgrund des praktischen Transportkoffers lässt sich der Kocher einfach zum Zelten und auf Festivals mitnehmen. Kunden schätzen insbesondere die einfache Bedienung durch die integrierte Anzündautomatik, den sparsamen Verbrauch und das gute Preis-Leistungs-Verhältnis, wenngleich es bisweilen Kritik an der Langlebigkeit des Materials gibt.
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Odoland Camping Kochgeschirr 9-teiliges Camping Kochset

( Rezensionen)
Odoland Camping Kochgeschirr 9-teiliges Camping Kochset

Besonderheiten

  • 10-teiliges Set
  • hitzebeständige, faltbare Griffe
  • Antihaftbeschichtung
  • inkl. Transportbeutel
Das 10-teilige Camping-Kochgeschirr-Set enthält 1 Aluminium-Antihaft-Topf + 1 Aluminium-Antihaft-Pfanne + 1 Wasserkocher + 2 Edelstahlbecher (4 oz) + 1 Löffel + 1 Gabel + 1 Messer + 1 Karabiner + 1 Tragetasche und bietet damit eine Grundausstattung für ein Camping an. Die hitzebeständigen Griffe sorgen stets für einen sicheren Halt der Töpfe, wobei sie sich für den Transport ganz einfach zusammenfalten lassen. Dank der Antihaftbeschichtung erfolgt die Reinigung der Töpfe einfach. Kunden schätzen neben dem geringen Gewicht und dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis insbesondere das praktische Verstauen in der mitgelieferten Tasche.
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Gefahren im Umgang mit dem Campingkocher

  • Vor allem im Umgang mit Gaskartuschen gibt es immer wieder Unfälle durch einen unsachgemäßen Gebrauch. Eine häufige Unfallursache ist dabei das Durchbohren der Kartuschen. Es tritt ein teils flüssiges, teils gasförmiges Gemisch aus, das in geschlossenen Räumen Explosionsgefahr bergen beziehungsweise zu Kälteverbrennungen auf der Haut führen kann.
  • Da Gaskartuschen unter Druck stehen, dürfen sie außerdem nicht zu heiß gelagert werden. Eine Aufbewahrung in der prallen Sonne oder dem aufgeheizten Auto ist gefährlich.
  • Während des Betriebes sorgen spezielle Zündsicherungen jedoch dafür, dass nicht unkontrolliert Gas austreten kann und gefährliche Verpuffungen oder Explosionen entstehen.
  • Bei Spirituskochern besteht hingegen die Gefahr, dass der Spiritus beispielsweise beim Umkippen ausläuft und weiter brennt, wodurch der Untergrund und/oder das Zelt in Brand geraten können. So empfiehlt es sich, dass du den Kocher immer in ausreichender Entfernung zum Zelt betreibst. Sollte es doch mal zum Malheur kommen und der Spiritus auf dem Boden brennen, tritt die Brandstelle am besten mit deinen Schuhen aus.
  • Vorsicht geboten ist bei Spirituskochern außerdem, wenn Kinder in der Nähe sind. Die Flaschen sollten stets außerhalb ihrer Reichweite verwahrt werden, da das Verschlucken Vergiftungen nach sich zieht.

Beliebte Gerichte – es muss nicht immer die Konservendose sein

Beim Outdoor-Kochen gelten im Vergleich zur heimischen Küche einige Besonderheiten. So steigen Gar- und Kochzeiten an und der Brennstoffverbrauch lässt die Tendenz zugunsten schneller Gerichte steigen. Doch gibt es zum einfachen Erwärmen von Konservendosen durchaus attraktive Alternativen.

Insgesamt bieten sich vor allem variabel kombinierbare Zutaten mit relativ kurzer Garzeit an, die nur wenige Anforderungen an Zubereitung und Werkzeuge stellen. So sind Nudeln und Reis eher geeignet als Fleisch und Fisch, frisches Saisongemüse gibt es sicherlich auf einem Markt in der Nähe.

Wer beim Wandern auf wertvolle Kohlehydrate bei gleichzeitig geringem Packmaß angewiesen ist, greift gern auch mal zu fertigem Kartoffelbrei, Asia-Nudeln oder Couscous. Aufgrund des begrenzten Platzes bei nur einer oder zwei Kochplatten sind auch Ratatouille, Pilzrisotto, Suppen und Eintöpfe beliebte Gerichte.

Ein Auswahl raffinierter Gerichte für unterwegs findest du hier: https://www.lecker.de/campingkueche-raffinierte-rezepte-fuer-unterwegs-51803.html, hier https://explore-magazine.de/articles/12-einfache-und-leckere-mahlzeiten-fuer-das-leben-im-bulli.html und hier mit dem Schwerpunkt auf veganen / vegetarischen Gerichten: https://www.bergzeit.de/magazin/outdoor-rezepte-top-5/

Fazit

Wer nicht weiß, welche Kriterien beim Kauf eines Campingkochers eine Rolle spielen, läuft Gefahr, nicht das geeignete Modell für die nächste Reise zu treffen. Im schlimmsten Fall geht dies zulasten der Funktionalität oder führt zu ernsthaften Problemen bei der Beschaffung von Brennstoff. Es lohnt sich also, sich schon frühzeitig mit relevanten Rahmenbedingungen auseinanderzusetzen und die Chance auf kulinarische Highlights im Urlaub enorm zu steigern. Bei der am Markt verfügbaren Vielfalt unterschiedlicher Modelle ist es ein Kinderspiel, das perfekte Gerät zu erwerben – wenn man denn weiß, was man eigentlich möchte.

Weiterführende Links

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